Der Redakteur

Ein CMS nur mit Worten zu skizzieren, wird wohl ein bisschen umständlich. Na und? Ich bin allmächtig! Zunächst einmal aus der Sicht des Redakteurs, da er ja auch schließlich der Vogel ist, dem das Herumgeackere mit dem CMS Freude bereiten sollte. Als Vergleich aus dem Reallive nehmen wir mal eine Zeitung oder Zeitschrift…

Bei einer Zeitung weiß der Redakteur, dass diese mehrere Rubriken wie Sport, Wirtschaft, Politik etc. enthält. Unfassbar, aber das scheint der wirklich zu wissen, boah. Eine Rubrik kann sich unglaublicherweise über mehrere Seiten der Zeitung erstrecken, kann aber auch nur in Form einer einspaltigen Kolumne vorliegen. Eine Rubrik kann mehrere Unterrubriken enthalten, was sie dann zur Hauptrubrik macht. Eine Rubrik kann waschen, kochen putzen und häkeln. Ein gutes Bespiel wäre da Sport - Fussball, Sport - Boxen, Sport - Schwimmen usw.
Jede Rubrik besteht aus einem oder mehreren Artikeln. Ein Artikel kann die Topstory sein, bitte nicht mit Toystory verwechseln. Es kann aber auch eine ganz normale Story, ohne besondere Auszeichnung sein oder einfach nur die Nachricht am Rande, die sich nur über ein paar Zeilen erstreckt.

Ein Artikel, wohl das wesentlichste an jeder Form der Contentverbreitung, enthält natürlich als wichtigstes Merkmal den Text. Das allerwichtigste hierbei ist natürlich, mit welcher Brillianz und mit welchem fenomenalen Können dieser Text geschrieben wurde. Ansonsten wird dieser mit Bildern, Tabellen, Querverweisen uvm. ergänzt, denn niemand will einen Klotz mit Text lesen. Je nach Auszeichnung des Artikels, ob Topstory (nicht Toystory), normaler Artikel oder Randnachricht, kann die Formatierung der Textelemente variieren. Damit die Artikel hinterher nicht so zäh wie die Bibel zu lesen sind… ;)

Für den Redakteur stinklangweilig sind die wiederkehrenden, wiederkehrenden, wiederkehrenden, nicht redaktionell bearbeiteten Inhalte. Also, da wären einmal tagtägliche Infos wie Horoskop, Wetter, aktuelle Zahlen der Lottoziehung, Börsenkurse, Veranstaltungskalender, Mädchen von nebenan usw. etc. undundund … und dann gibt es natürlich auch noch die Werbung. Genau wie bei einer Zeitung fließen diese Inhalte zumindest halb automatisiert in die Produktion bzw. in das CMS ein.
Und schließlich gibt es noch die ultimativen Spezialausgaben. Also Seiten/Rubriken/Artikel, die sich mit speziellen Aktionen, meist zur Lesergewinnung / -erhaltung beschäftigen und einen zusätzlichen Anreiz bieten, die Zeitung zu kaufen oder die Website zu besuchen. So zum Beispiel diese Artikel hier, die allesamt speziell sind und alle den Leser in ihren Bann ziehen. Jetzt ist es schon zu spät das abzustreiten, denn dieser Artikel wurde offensichtlich gelesen. ;)

Jetzt heißt es dann, das Zeug, das wir in Magazinen lesen, global auf einer Website abzubilden. Dabei soll das Design oder die Art der Website im Großen und Ganzen Wurst sein. Im Internet spricht man meist von Webseiten, Domains, Internetseiten, Artikeln. Im englischen sind es die Websites, Pages, Stories. Rubriken werden Kategorien, Categories, Sections, Topics genannt. Die Artikel sind die Artikel :-), Beiträge oder Stories.

Das bedeutet nun, dass sich alles, was die Website zu bieten hat, in verschiedene Rubriken, oder auch “Topics”, unterteilt. Ein Mamatopic kann mehrere Kindertopics enthalten, welche widerrum mehrere Babytopics enthalten kann usw. Eine rekursive Darstellung über wirklich sehr viele Ebenen ist also erwünscht. Ein Topic ist allgemein eine “Seite”. Wobei aber ein Topic, sollte er mit vielen Artikeln vollgepackt sein, sich auch über mehrere Seiten erstrecken kann. Die Sitenavigation, “das Menü”, wird durch die Topics bestimmt.

Die Artikel, “Stories”, werden schließlich einem oder mehreren Topics zugeordnet. Durch Auszeichnung und Veröffentlichungsdaten werden Reihenfolge und Platzierung automatisch gesetzt. Eine Story kann sich über den kompletten Kuchen, oder nur über ein Stückchen der Torte (1/2,1/3,1/4) des Contentbereichs erstrecken. Und eine Story kann sich nur in einem Eck der Website rumtummeln, wie Emos eben auch ;), oder aber auch über mehrere Seiten erstrecken, diese Storys sind dann etwas geselliger. Durch passende Designvorlagen wird eine Story dann zurechtgemacht. Ein individuelles Design kann angewendet werden, muss aber nicht sein. Wem es halt gefällt ;). Eine Story kann Bilder, Tabellen, Listen, Querverweise (Links) und auch importierten Content enthalten.
Die individuellen Inhalte, also alles was sich nicht direkt in das Storypaket einbauen lässt, muss natürlich auch irgendwie auf eine Webseite gebracht werden. Logisch, sonst kann man das Schreiben ja gleich sein lassen, und auf Sisyphosarbeit steht nur wirklich niemand. “Panel” ist hier das Zauberwort. Ein Panel ist ein Objekt, das sich frei auf der Seite platzieren lässt und die verschiedensten Inhalte, ob groß, klein, dick oder dünn, aufnimmt. Benutzt wird es dann, wenn eine Story  nichts taug, weil sie einfach überladen ist, oder eine Story nicht flexibel genug ist. Ein Panel ist so gütig und gewährt  z.B. dem Hauptmenü Asyl und wird wie gewünscht auf der Seite platziert. Hier hat das Panel die kleine, aber wichtige Aufgabe, sich in das Design zu integrieren, die Funktion der Navigationserstellung aufzurufen und was bei heraus kommt wieder zugeben. Ein Panel hat außerdem die grandiose Fähigkeit, einfach das Javascript für den Adserver aufzunehmen. Dieser wird dann an gewünschter Stelle auf der Seite, mit oder ohne zusätzlichem Design, wiedergegeben. Auch bekannt unter dem Namen Scriptlet oder Mambot. Info: Mambot ist kein Roboter, der Mütter ersetzen soll! :P

Ich habe den Begriff “Panels” für mich und mein CMS 1998/99 entdeckt, als ich mich das erste mal die Welt des CMS erkundet habe und meinem neuen Baby einen passenden Namen geben wollte. Dabei machte es “klick” und die Erinnerung an Delphi und die darin angebotenen Panels wurde wach.
Kurzum Panels sind tolle Fast-alles-Könner, mit jeder Menge Spielzeug, das es zu entdecken gilt! Für den Redakteur aber eigentlich auch wenig prickelnd, da die Inhalte der Panels meist Wurst sind, weil sie den Beitrag nicht direkt beeinflussen. Es sei denn … *damdam* Naja, also, vielleicht mit zusätzlichen Bildergalerien Videos zum Artikel wird das ganze wieder interessant. Also Mehrwert für seine Story über zusätzliche Querverweise.

Gleiches gilt auch für die Topics. Diese sind schon definiert und sollten dem Redakteur auch nicht weiter auf den Sack gehen. Natürlich braucht er die Möglichkeit, seine Story einem oder mehreren Topics zuzuordnen. Das wars dann aber auch schon wieder.
Grob gesagt ist das alles, was ein CSM so an grandiosem Schnickschnack zu bieten hat. Alles, was folgt, kann dem Redakteur entweder egal sein oder ist aus meinen bisherigen Ausführungen heraus zu lesen und kommt in der Fortsetzung. Wer also lesen kann, was Redakteure können sollten, wird keine Probleme haben. ;)

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